E-Mountainbike-Fahrer bei schnellem Downhill vom Stoanamandl

Anforderungen an E-Mountainbikes

Das Bike sollte mit zuverlässigen Komponenten ausgestattet sein. Besonders wichtig sind leistungsstarke Scheibenbremsen. Gerade Fahrer die etwas  mehr Gewicht mitbringen, sollten ihr Bike mit einer 4-Kolbenbremse ausstatten. 
Die Sattelstütze sollte unbedingt mit einem Schnellspanner ausgestattet sein, damit man den Sattel vor und nach steilen Abfahrten problemlos auf die erforderliche Sattelposition einstellen kann. Ideal sind Teleskopsattelstützen, die man auf Knopfdruck absenken oder anheben kann.

Bike-Check: Prüfen Sie Ihr Bike vor der Tour gründlich. Das gilt besonders für Bremsen, Schaltzüge, Kette, Dämpfer und Lager. Wir empfehlen einen Kundendienst beim Händler Ihres Vertrauens. Auch wenn der Mechaniker sagt, dass die Bremsbeläge noch gut sind, nehmen Sie unbedingt Ersatz mit. Der Belagsverschleiss ist bei Alpentouren wesentlich höher als bei den Touren daheim.

E-Mountainbiker auf dem Trail Alta via Camuna

Mein E-Mountainbike

Für alle angebotenen E-MTB Touren wird ein E-Mountainbike (27,5 oder 29 Zoll) mit Mittelmotor benötigt. Ob Hardtail oder Fully, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vollgefederte Bikes (Fullys) sind durchaus sehr empfehlenswert, da sie in anspruchsvollem Gelände Sicherheit, Fahrkomfort und nicht zuletzt auch mehr Fahrspaß bringen.
E-Trekking- und E-Cross-Bikes sind für unsere Touren nicht geeignet und von der Teilnahme ausgeschlossen. Kennzeichenpflichtige S-Pedelecs oder getunte Bikes, die freigeschaltet sind, sind ebenfalls von der Teilnahme ausgeschlossen!


Akku: Die Leistung sollte bei mindestens 500 Wh oder mehr liegen. Der Akku sollte herausnehmbar sein, um ihn in der Mittagspause zur Steckdose und am Abend mit auf das Zimmer nehmen zu können.
Wenn das Bike mit einem fest verbauten Akku ausgestattet ist, sollte man ein leichtes Verlängerungskabel (ca. 10 Meter) tagsüber dabei haben. Dies wird zum Nachladen in der Mittagspause oder über Nacht benötigt, um eine Zuleitung  von der Steckdose zum Bike legen zu können.

Nachladen: Unsere Touren sind so konzipiert, dass man mit Nachladen in der Mittagspause - dafür haben wir 1,5 bis 2 Stunden eingeplant - mit einem Akku auskommt. Damit alle Akkus angeschlossen werden können, hat der Guide einen Mehrfachstecker dabei. Das Ladegerät ist bei allen Touren im Rucksack mitzuführen. 

Für die Tour  Westalpen: „Durchs Piemont ans Mittelmeer“ wird unbedingt ein 2. Akku benötigt, da es in den Westalpen oft keine Möglichkeit zum Nachladen gibt.


Reichweite: Die Reichweite ist abhängig von der Streckenbeschaffenheit, der Kondition und nicht zuletzt vom Gewicht des Fahrers. In steilen Anstiegen wird die meiste Energie verbraucht. In flachen Passagen, wie Radwegen, kann man einiges an Energie sparen, wenn man im „Eco“ Modus fährt. Generell erwarten wir, dass man mit einem 500 Wh Akku 1200 Höhenmeter schafft. Leichte Fahrer schaffen in der Regel deutlich mehr, oft bis zu 1500 Höhenmeter. Wohingegen die Reichweite auf 900 Höhenmeter absinken kann, wenn das E-MTB als Moped verwendet und nur auf höchster Unterstützung gefahren wird. 

Wenn Sie bereits einen zweiten Akku haben, sollten Sie diesen im Rucksack mitnehmen. Auch Fahrer, die ein paar Kilo mehr auf die Waage bringen, sollten in einen zweiten Akku investieren.

E-Mountainbiker kurz vor dem Alpisella-Pass
Training mit dem E-Mountainbike für Transalp

Ladegerät: Leichte Reiseladegeräte mit nur 2 Ampere Leistung, wie der Bosch Compact Charger, sind nicht geeignet, da sie nicht genug Energie liefern, um in der Mittagspause genug nachzuladen. Es wird mindestens ein 4 Ampere Gerät (z.B. Bosch Standard Charger) oder besser benötigt. 

Bremsen/Ersatzbeläge: Das Bike sollte mit zuverlässigen Komponenten ausgestattet sein. Besonders wichtig sind leistungsstarke Scheibenbremsen. Gerade Fahrer die etwas  mehr Gewicht mitbringen, sollten ihr Bike mit einer 4-Kolbenbremse ausstatten. Nehmen Sie unbedingt die richtigen Ersatz-Bremsbeläge, für vorne und hinten mit. Die passenden Bremsbeläge sind unterwegs oft nur schwer oder gar nicht zu bekommen.

Sattelstütze: Die Sattelstütze sollte unbedingt mit einem Schnellspanner ausgestattet sein, damit man den Sattel vor und nach steilen Abfahrten problemlos auf die erforderliche Sitzposition einstellen kann. Ideal sind Teleskopsattelstützen, die man auf Knopfdruck absenken oder anheben kann. 

Klingel: Ihr Bike sollte mit einer Klingel ausgestattet sein. Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern kann man durch rechtzeitiges Klingeln vermeiden.

Clickies oder Flat-Pedale? Die Vorteile des Flat-Pedals liegen in der subjektiven Sicherheit, immer und einfach absteigen zu können. Die Vorteile der Clickies sind der runde Tritt (besonders bergauf) und eine feste Position auf dem Pedal. Welches System gewählt wird, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Reifen: Die Breite sollte wenigstens 2,2 Zoll oder mehr betragen, ein ordentliches Profil ist selbstverständlich. Semislicks und abgefahrene Reifen haben bei einem Alpencross nichts verloren.

Schlauch - mit oder ohne? Die Entscheidung liegt bei Ihnen. „Mit-Schlauch-Fahrer“ sollten keine Light-Schläuche verwenden. Schlauchlose Reifen sind weniger pannenanfällig, haben einen geringeren Rollwiderstand, aber sie erfordern einen größeren Montageaufwand.

E-Mountainbiker am Rennsteig

Luftdruck: Ein voll aufgepumpter Reifen rollt zwar besser, in schwierigem Gelände haben sie aber deutlich weniger Grip. Es lohnt sich, Luft abzulassen (und diese bei Bedarf wieder nachzupumpen). 

Ersatzteile: Unbedingt ein bis zwei Schläuche und evtl. Mantel in der richtigen Größe, passende Ersatzbremsbeläge und passendes Schalt­auge mitnehmen.

Werkzeug: Falls Sie für Ihr Bike Spezialwerkzeug benötigen, sollten Sie dieses selbst mitbringen. Ein kleines Werkzeugset (mit Multitool und Reifenheber) zum Schlauchwechseln, eine Luftpumpe und Kettenöl sollten Sie unbedingt selbst dabei haben.

Schutzblech/Spritzschutz: Ob Sie ein Schutzblech oder einem Spritzschutz ans Bike montieren, bleibt Ihnen überlassen.
 

Gepäckträger und Anbauteile am E-MTB
Auch ein E-Mountainbike sollte man so leicht wie möglich halten. Jedes zuviel mitgeschleppte Kilo kostet Energie und macht das Bike beim Handling im anspruchsvollen Gelände unhandlicher. Auf unnötige Anbauteile wie Seitenständer, Gepäckträger, oder Schlösser die am Rahmen befestigt werden, sollte man verzichten. Gepäckträger, die an der Sattelstütze befestigt werden sind unpraktisch, da man in schwierigem Gelände den Sattel nicht mehr runter stellen kann. 

Mountainbike Reifenwechsel